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Sarstedt (kgs). Wie die Kulturgemeinschaft Sarstedt jetzt mitteilt,
wird sie am 25. September 2011
ab 14:00 Uhr am Museumstag das Museum öffnen, ansonsten kann das
Museum für Schulen, Gruppen und für Privatpersonen auf Anforderung
geöffnet werden (Tel.: 05066 7214). Die Mitglieder des Museumsausschusses haben
in den vergangenen Wochen intensiv an der Neugestaltung der
Ausstellungsräume gearbeitet. Die Kulturgemeinschaft ist überzeugt,
mit ihren alten und neuen Exponaten Interessantes und Wissenswertes
für Jung und Alt im Programm zu haben. Ansprechpartner geben vor
Ort gern die erforderlichen Informationen an die Besucher weiter.
Das Heimatmuseum –
Kleinod der Kulturgemeinschaft Sarstedt e.V.
Dieses Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert dient der
Kulturgemeinschaft als Domizil für
ihre heimatlichen Sammlungen, für ihre Ausstellungen und für
ihre kulturellen Veranstaltungen.
Es befindet sich in der Nähe der St. Nicolaikirche und trägt
den Namen „Haus am Junkernhof“.
Am Eingang des Museums empfängt den Besucher eine alte
Apothekeneinrichtung mit
ihren Regalen, Flaschen und Geräten. Sie stammt aus der 1789
gegründeten Rats-Apotheke
und war bis 1967 in Benutzung.
1844 gründete August Voss in Sarstedt eine Herdfabrik, die später
auch Öfen, Großküchen
und Waschmaschinen fertigte und jahrzehntelang eines der führenden
Unternehmen dieser
Art war. Die Voss-Ausstellung des Museums zeigt verschiedene
Produkte der Voss-Werke.
Die umfangreiche Bibliothek des Museums verfügt über etwa
2.000 Werke zur allgemeinen
Geschichte, zur Kultur und Heimatgeschichte. Sie soll zukünftig
der Öffentlichkeit zugänglich
gemacht werden.
Wie ein hölzernes Wagenrad entstand erfährt der Besucher in
der Abteilung "Stellmacherei"
des Museums. Die Werkstatt wurde der Kulturgemeinschaft von der
Familie Hennies aus
Bledeln zur Verfügung gestellt, die die Stellmacherei seit 1818
betrieb.
Seit 1836 existiert in Sarstedt die Seilerei Rische, die heute
einer von nur drei Betrieben
dieser Art in Deutschland ist. Karl-Heinz Rische hat dem Museum
eine Auswahl seiner
Produkte und verschiedene ältere Geräte zur Verfügung
gestellt.
Eine Abteilung des Museums ist der Lederverarbeitung gewidmet
und zeigt Arbeitsgeräte
und Erzeugnisse des Sattlers. Die Exponate stammen aus
verschiedenen Quellen.
Nicht nur Hufeisen, sondern auch viele andere Gegenstände des
täglichen Lebens stellte
der Schmied in seiner Werkstatt her. Amboss, Esse, Bohrmaschine,
Transmission und
andere Arbeitsgeräte geben einen Einblick in seine Arbeit.
Winterzeit ist Schlachtezeit, sagte man früher. Dann kam der
Hausschlachter, um das gut
gemästete Schwein fachgerecht zu zerlegen. Häufig betätigten
sich Maurer als
Hausschlachter, weil sie im Winter ohne Arbeit waren.
Früher befand sich in der Küche mit dem Kohleherd die
einzige Heizquelle der gesamten
eher kleinen Wohnung.
Im "Medienraum" sind alte Radios, Fotoapparate,
Tonbandgeräte und Schreibmaschinen
aus längst vergangener Zeit zu bewundern.
Auf der Tafel in der "Schule" steht in Sütterlin-Schrift
mit Kreide geschrieben: "Hände
falten, Schnabel halten, Kopf nicht drehen und mich ansehn,
stille sitzen, Ohren spitzen."
Gemütlich geht es stets im Museumsgarten zu, wenn von der Bühne
her flotte Weisen
erklingen. Das Musikprogramm reicht von Pop über Swing und Rock
bis Jazz.
(Redaktion Eckhard Rohde)
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